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Volkstrauertag in Delrath

Am Sonntag, den 13. Oktober 2016 wurde in Deutschland der Kriegstoten gedacht. So auch in Delrath.

Um 9.30 Uhr zog eine Abordnung des Bürgerschützenvereins Delrath mit einen Gedenkzug von der Johannesstraße in Höhe der Kirche zum Kriegerdenkmal an der Industriestraße. Angeführt wurde der Zug vom Delrather Tambourcorps "Fröhlich voran". Dahinter folgte die Nievenheimer Blaskapelle "Rheinklänge", zwei Feuerwehrleuten, die den Kranz trugen, weiter drei Feuerwehrleuten, den Fahnenträgern des Schützenvereins. Alle Schützenfahnen hatten an der Spitze einen Trauerflor. Dann folgten der Oberst und dessen Adjudant. der Vereinsvorstand mit König und eine Schützenabordnung bildeten den Schluß. Dabei ist zu bemerken, daß die Teilnehmer von Jahr zu Jahr immer weniger werden. Dieses Jahr waren es besonders wenige.

Zuerst spielte die Blaskapelle "Rheinklänge Nievenheim" ein Musikstück. Der Vereinsvorsitzende, Hans Gebauer, des Delrather Bürgerschützenvereins, hielt eine Mahnrede. Unter Abspielen des Liedes "Ich hatt´ einen Kameraden ..." legte der Vorsitzende mit dem König gemeinsam einen Kranz des "Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge" nieder. Dann wurde die Nationalhymne gespielt und gesungen. Danach erfolgte der Abmarsch unter klingendem Spiel durch das Dorf bis zur Kirche.

Unten sind die Fotos abgebildet von den Gräbern auf dem Ehrenfriedhof in Nievenheim. Hier liegen die Menschen begraben, Soldaten, Zivilisten und Zwangsarbeiter, die ihr Leben zwangsweise hergeben mußten, damit wir heute in übergroßer Freiheit leben können, wie es sie in der Geschichte selten gegeben hat. 2016 konnten wir am 10. Mai 71 Jahre Frieden feiern.

Dabei habe ich großen Wert darauf gelegt der unbekannten Soldaten und der Zwangsarbeiter zu gedenken, auch wenn sie nicht aus Delrath sind. Mein Nachbar, der aus der Ukraine nach Deutschland kam, hat mir die Inschriften der Gräber der Zwangsarbeiter übersetzt. Vielen Dank an dieser Stelle.

Das Tambourcorps "Fröhlich voran" wartet auf den Abmarsch zum Kriegerdenkmal.

www.mein-delrath.de, Volkstrauertag 2016, Aufmarsch zum Kriegerdenkmal.

www.mein-delrath.de, Volkstrauertag 2016, Gedenkfeier am Kriegerdenkmal.

www.mein-delrath.de, Volkstrauertag 2016, Abmarsch vom Kriegerdenkmal.

Kriegerdenkmal feierlich geschmückt mit Kranz des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge.

Kriegerdenkmal mit Kranz des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge 2015.

Kriegerdenkmal an der Industriestraße.

Gedenktafel auf dem Kriegerdenkmal.

Namen der Kriegstoten auf dem Kriegerdenkmal.

Weitere Tafel mit den Namen der Kriegstoten.

Fortsetzung der Namenstafeln für die Kriegstoten.

Namenstafel der Kriegsgefallen im zweiten Weltkrieg in der örtlichen

Kirche St. Gabriel.

Ehrenfriedhof für die gefallenen Soldaten, die Ziviltoten und die Zwangsarbeiter des Zweiten Weltkrieges auf dem Nievenheimer Friedhof.

Hauptkreuz auf dem Ehrenfriedhof des Nievenheimer Friedhofes.

Matthias Stodden, geboren 1904, gefallen im Zweiten Weltkrieg 1944.

Franz Hoffmann, geboren 1903, gestorben 1951.

Willy (Wilhelm) Untucht, geboren 1900, gestorben 1944.

Katharina Maly, geboren 1883, gestorben 1941 und Bruno Maly, geboren

1910, gestorben 1941.

Luise Maly, geboren 1912, gestorben 1941 und Günter Maly, geboren

1905, gestorben 1941.

Heinrich Frey, geboren 1918, gestorben 1950 und Jakob Maly geboren

1884, gestorben 1941.

Johann Seckler, geboren 1928, gestorben 1945.

Franz Herrig, geboren 1917, gestorben 1945.

Josef Aloysius Nacke, geboren 1929, gestorben 1945.

Grab von zwei unbekannten Soldaten, die 1945 gefallen sind.

Grab von einem unbekannten Soldaten, der 1945 gefallen ist. Gerh.

Schumacher dürfte ein gefallener Soldat aus Nievenheim sein.

Grab des Zwangsarbeiters Jarzenko, Progofi, aus Osteuropa, der 1904 geboren wurde und 1945 starb. Auf dem weißen Herzen steht "Unvergessen".

Grab des Zwangsarbeiters Kurdnijev, Pabel, aus Osteuropa. der 1901 geboren wurde und 1942 starb.

Grab des Zwangsarbeiters Sjersanov, Sorgbjei, aus Osteuropa, der 1905 geboren wurde und 1943 starb.

Grab einer Zwangsarbeiterin Njeznakomka Zjenscina, S Ditjati, (Es handelt sich hier nicht um einen Namen, sondern es heißt: Unbekannte Frau mit kleinem Kind.) aus Osteuropa, die 1945 starb.

Grab des Zwangsarbeiters Kutscbjeov, Gilbova, (Kutscbjeov ist männlich und Gilbova ist weiblich. Das entspricht in manchen Gegenden Osteuropas der dortigen Schreibweise.) aus Osteuropa, der 1918 geboren wurde und 1942 starb.

Grab des Zwangsarbeiters Hezhakomei, Yelovek, (Der Name heißt übersetzt: Unbekannter Mann.) aus Osteuropa, der 1945 starb.


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